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Steuer

Dieser Text beschreibt Steuer.


Der untere Text beinhaltet die Steuer Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Steuer Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Steuer fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Steuer möglichst ausführlich zu halten.

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Steuer Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Steuer als Abgabe. Weiteres siehe: Steuer (Begriffsklärung).


Steuern (von althochdeutsch "stiura" = "Unterstützung") sind Abgaben, die der Staat oder ein anderer Träger von Hoheitsgewalt unabhängig von konkreten Gegenleistungen erhebt. Mit Steuern verschafft sich der Staat die Möglichkeit, auch die gesetzlich vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen. Für das Einziehen der Steuern sind in der Bundesrepublik Deutschland die Finanzämter (Besitz- und Verkehrssteuern) und die Hauptzollämter (Zölle und Verbrauchsteuern) zuständig.

Man unterscheidet direkte und indirekte Steuern. Eine direkte Steuer ist z. B. die Einkommensteuer, weil sie direkt vom Bürger abzuführen ist. Indirekte Steuern sind die Mehrwertsteuer und die Mineralölsteuer, sie werden stellvertretend für den Bürger - in der Regel vom Handel - abgeführt.

Inhaltsverzeichnis
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Steuern in Deutschland

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Definition

Steuern sind nach § 3 Abs. 1 Abgabenordnung (AO) Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein. Zölle und Abschöpfungen (= Abgaben in dem Rahmen der EG-Agrarpolitik) sind Steuern in dem Sinne der Abgabenordnung.

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Steuersystem

Steuer Beschreibung
Steuer Beschreibung
Das deutsche Steuerkarussell

Die Steuerverteilung in Deutschland zwischen Bund, Ländern und Gemeinden wird primär in der Finanzverfassung (Art. 104a ff. Grundgesetz) geregelt.

Der äußere Rahmen des Steuerrechts ist durch die Abgabenordnung (AO) gegeben.

Arten von Steuern in der BRD


Steuerart Aufkommen 2001 Aufkommen 2002
Gesamtaufkommen 446,2 Mrd € 441,7 Mrd €
Lohnsteuer + Einkommensteuer 141,4 Mrd € 139,7 Mrd €
Mehrwertsteuer 138,9 Mrd € 138,2 Mrd €
Mineralölsteuer 40,7 Mrd € 42,2 Mrd €
Gewerbesteuer 24,5 Mrd € 23,5 Mrd €
Kapitalertragsteuer 20,9 Mrd €  
Tabaksteuer 12,1 Mrd € 13,8 Mrd €
Solidaritätszuschlag 11,1 Mrd € 10,4 Mrd €
Grundsteuer 9,1 Mrd € 9,2 Mrd €
Kfz-Steuer 8,4 Mrd € 7,6 Mrd €
Versicherungssteuer 7,4 Mrd € 8,3 Mrd €
Grunderwerbsteuer 4,9 Mrd € 4,8 Mrd €
Zinsabschlagsteuer 9,0 Mrd € 8,5 Mrd €
Sonstige; u.a.
Hundesteuer
Jagdsteuer

Erbschaftsteuer
Branntweinsteuer
Körperschaftssteuer
Vermögenssteuer

18,2 Mrd €  


Frühere Arten von Steuer

Buch-Tipp: Die Prüfung der Steuerfachangestellten. Fälle - Fragen - Lösungen. Top Vorbereitungshilfe Ideal zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung, Abschlussprüfung oder als Unterrichtsbegleitung. Steuern, Rewe und AWL kompakt in einem Buch mit Prüfunge. Wenn man einmal angefangen hat ist es schwer wieder aufzuhören darin zu lesen.

Aktuelle Diskussion

EU-Staat Nominale Steuerbelastung
von Kapitalgesellschaften 2004
Deutschland 38,7 %
Frankreich 35,4 %
Spanien 35,0 %
Griechenland 35,0 %
Niederlande 34,5 %
Belgien 34,0 %
Österreich 34,0  Prozent (ab 2005: 25,0 %)
Italien 34,0 %
Portugal 33,0 %
Luxemburg 30,4 %
Vereinigtes Königreich 30,0 %
Dänemark 30,0 %
Finnland 29,0 %
Tschechien 28,0 %
Norwegen 28,0 %
Schweden 28,0 %
Estland 26,0  Prozent (0,0  Prozent für in dem Land reinvestierte Gewinne)
Slowenien 25,0 %
Polen 19,0 %
Slowakei 19,0 %
Ungarn 16,0 %
Zypern 15,0 %
Litauen 15,0 %
Lettland 15,0 %
Irland 12,5 %


Es gibt Vermutungen, dass etwa drei Viertel der globalen Steuerliteratur sich auf das deutsche Steuersystem bezieht.

Besonders das deutsche Einkommensteuerrecht (Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zur Einkommensteuer) gilt als problematisch: zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen führen zu Intransparenz und höheren Steuersätzen. Kernpunkt aller Vorschläge zu einer Einkommensteuerreform ist eine Vereinfachung. Ausnahmen und Sonderregelungen sollen eingeschränkt und abgeschafft werden, um mit den dadurch freiwerdenden Mitteln die Steuersätze zu senken.

Aktuell führt die erhöhte Mobilität von Firmen und Gutverdienern, verbunden mit einem verschärften globalen Steuerwettbewerb, zu einem Verfall der Steuereinnahmen und einer Aushöhlung der staatlichen Gestaltungsmöglichkeiten in Deutschland

Buch-Tipp: Einkommensteuererklärung 2007/2008 leicht gemacht. Schritt-für-Schritt-Leitfaden Steuerklärung theoretisch - praktisch - gut Das Buch vermittelt die wichtigsten Grundzüge des deutschen Steuersystems und hilft den Laien mit Tipps und ausführlichen Erläuterungen durch die Steuererklärung. Die Autoren bleiben seriös und sachlich. Kann das Buch jeden empfehlen, wenn man hinter den Kulissen bekannter...

Steuergeschichte

Steuern gibt es schon seit dem frühen Altertum. Wo gemeinschaftliche Bedürfnisse entstanden und befriedigt werden mussten, waren auch die entsprechenden finanziellen Mittel erforderlich. Das Wort Steuer kommt aus dem althochdeutschen "stiura" und bedeutet soviel wie Stütze, Beihilfe oder auch ca. Hilfe.

Buch-Tipp: Intelligente Zellen. Wie Erfahrungen unsere Gene steuern Unglaublich aber wahr! Kaum ein Buch hat mich so fasziniert wie dieses hier. Ich habe es schon zweimal gelesen und bin begeistert. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben. Ca. soviel: Es gibt Dinge die wir nicht sehen, riechen, verstehen und doch gibt es Sie. Ein Roman könnte nicht spannender sein. Es ist schon ein Wunder was sich in unerem Körper...

Frühere Steuerarten

Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit wurden eine Kopfsteuer (Vorschoß) und eine Proportionalsteuer (Schwörschoß) unterschieden.

Dabei wurden

  1. Steuern in dem Reich (Bede),
  2. Städtische Steuern (Schoß) und
  3. Steuern der Landesherren (Akzise) unterschieden.

Das Einziehen von Steuern durch den Staat, (der damals durch den Herrscher repräsentiert wurde) geschah in dem Mittelalter zunächst ca. in Ausnahmefällen. Üblich waren Feudalabgaben in Naturalien und Dienstleistungen, die einem Grundherrn als Gegenleistung für den Schutz, den er den Hörigen bieten musste. Auch der Adel zahlte keine Steuern, sondern war durch lehnsrechtliche Bindungen verpflichtet, dem Lehnsherrn mit Rat und Tat beizustehen.

Auch als die zentrale Verwaltung allmählich wuchs und damit teurer wurde, erwartete man von einem tugendhaften Herrscher, dass er diese aus seinem Eigengut bestreiten könnte. Musste der Herrscher darüber hinaus Steuern einziehen, war das ein Hinweis auf Verschwendung, und deutete an, dass der Herrscher seiner Aufgabe nicht ganz gewachsen war.

Steuern wurden ca. in Ausnahmefällen erhoben, vor allem in dem Kriegsfall, wenn ein Lösegeld zu zahlen war oder wenn eine Prinzessin eine Mitgift brauchte. Es ist zu vermuten, dass die Erhebung der Steuer die Steuereinnahmen mehr oder weniger verschlang, schließlich musste man den Einzug der Steuer jedes mal neu organisieren.

Trotzdem war die Erhebung von Steuern für den Herrscher attraktiv. Sie waren eine der wenigen Möglichkeiten, mit denen er mit seinen Untertanen direkt in Kontakt treten konnte, denn Steuern wurden von jedermann eingezogen. Ansonsten konnte der Herrscher ca. mit seinen großen Lehnsträgern in Kontakt treten, so dass Entscheidungen des Königs ca. über den Umweg der Lehnspyramide an alle Untertanen weitergegeben wurden. Überspitzt könnte man sagen, dass Steuern älter sind als der Staat und dass Steuern den Staat erst geschaffen haben.

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Politischer Streit über die Steuererhebung

Durch die finanziellen Auswirkungen auf den Bürger sind Steuern und die Steuergesetzgebung ein ständiger politischer Streitpunkt und vielfacher Kritik ausgesetzt. Die Kritik an Steuern teilt sich in dem wesentlichen in die Punkte Gerechtigkeit und Angemessenheit, Wirksamkeit (bei Steuern als Lenkungsfunktion - z.B. der Ökosteuer), Durchsetzbarkeit und die ökonomischen Folgen. Verschiedene politische Richtungen führen gegen bestimmte Steuern - und manche Gruppierungen sogar gegen die Steuer an sich - Argumente an, die teilweise wissenschaftlich umstritten sind.

Buch-Tipp: Leitfaden für freie beratende, lehrende und therapeutische Berufe in Deutschland Hervorragende Unterstützung Auf diesen "Leitfaden für freie beratende, lehrende und therapeutische Berufe" möchte ich nicht mehr verzichten! Gerade heute wieder hat mir dieses Buch innerhalb kürzester Zeit zu ein paar Fragen, die aufgekommen waren, hervorragende und kompakte Informationen gegeben. Interessanterweise benötigte ich diese Unterstützung...

Vorteile der Steuererhebung

Steuern haben einen Fiskalzweck: Steuern generieren Staatseinnahmen, mit denen der Staat seine Ausgaben finanziert.

Steuern haben einen Lenkungszweck: Bestimmte Steuern sollen dazu dienen, bestimmte Verhaltensweisen zu beeinflussen. So kann man beispielsweise versuchen, mit einer hohen Tabaksteuer das Rauchen einzudämmen oder mit einer Umweltsteuer Schadstoffausstöße eindämmen. Letztlich eignen sich Steuern insbesondere also als Maßnahmen bei Marktversagen.

Steuern haben einen Umverteilungszweck: Steuern können über die Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit dazu dienen, eine politisch erwünschtere soziale Verteilung des Einkommens zu erreichen. Einige Kritiker fordern internationale Mindestbesteuerungen, um Sozialabbau entgegenzutreten.

Buch-Tipp: WISO Erben und Vererben. Testament, Erbfolge, Pflichtteil, Steuern Unangenehmes Thema angenehm aufbereitet Keiner beschäftigt sich gern mit dem Tod, schon gar nicht mit dem eigenen. Wenn man sich aber über die evtuellen Folgen dieser "Vogel-Strauss-Politik" in dem Klaren ist, fällt einem dieser Schritt doch etwas leichter. Exakt diesen Effekt soll dieses Buch wohl auch erreichen. Mit anschaulichen und verständlichen...

Nachteile der Steuererhebung

Das wohl bedeutendste Argument gegen Steuern ist, dass sie grundsätzlich zu einem Nettowohlfahrtsverlust führen (ausführliche Beschreibung in dem Artikel).

Steuern sind in dem Allgemeinen nicht entscheidungsneutral. Gerade in der angelsächsischen Literatur wird darum häufig darauf hingewiesen, Steuern auf solche Märkte zu erheben, deren Nachfrage auf Preise unelastisch reagiert (siehe auch Preiselastizität).

Steuern finanzieren (möglicherweise) ineffiziente Staatstätigkeit.

Kosten: Steuererhebung und -durchsetzung verursacht teilweise erhebliche Kosten, vor allem bei Steuern mit niedrigem Aufkommen (Vermögensteuer, Bagatellsteuern ).

Steuern schaffen einen Wettbewerbsnachteil. Beispielsweise werden sich bei sonst gleichen Bedingungen Unternehmen in Staaten ansiedeln, in denen die Steuerlast kleiner ist als anderswo. Langfristig können damit Steuern zu Arbeitslosigkeit führen. In dem Wettbewerb der Steuersysteme ist daher eine Anpassung an Staaten mit kleinen Steuern zu erwarten. Ca. internationale Abkommen zur Harmonisierung der Steuern könnten diesen Handlungszwang zur Anpassung nach unten beenden. Dies ist vorerst nicht zu erwarten.

Siehe auch: Liste politischer Konzepte, Lenkungssteuer, Cross-Border-Leasing, Steuerverfahrensrecht, Steuerzahler, Steuerschuldner, Pauschalsteuer, Quellensteuer

Buch-Tipp: Wichtige Steuergesetze. Mit Durchführungsverordnungen Einfach klasse! An diesem Buch kommt man nicht vorbei wenn man den Beruf des Steuerfachangestellten erlernen will. Ich selber bin zur Zeit Azubi und verwende dieses Buch täglich. Es ist klein aber kompakt. Alles was man braucht ist drin, die Handhabung ist einfach und der Preis exzellent.

Weblinks


Steuer Beschreibung

Beurteilung: Steuer Beschreibung Dieser Artikel stellt ca. die Situation in Deutschland dar. Es fehlen noch allgemeine Definitionen und/oder Informationen zu anderen (deutschsprachigen) Ländern.


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Weiteres zu dem Artikel Steuer

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